Es geht um Werte

Ein Freund, ein guter Freund…

Der Fall:
Der stellvertretende Personalleiter, Herr B., ist seit Jahren gut befreundet mit dem Abteilungsleiter des Einkaufs, dem 46 Jahre alten Herrn M. Sie gehen oft gemeinsam zum Sport. Die Abteilung des M. soll, so munkelt man, bei der anstehenden Fusion verkleinert werden. Ein Abteilungsleiter soll "eingespart" werden. Herr M. weiß, dass der Abteilungsleiter aus dem anderen und zugleich größeren Werk mit 39 Jahren jünger und ein "Überflieger" ist. Nach dem letzten Sportabend beim Bier fragt Herr M. seinen "Sportfreund", den stellvertretenden Personalleiter, wie denn "der Hase läuft, ob schon klar ist, dass er gehen muss".

Welche Möglichkeit favorisieren Sie?

a) Herr B. sollte seinem Freund von den Plänen des Personalleiters erzählen. Damit zeigt er doch, wie gut er es mit ihm meint.

b) Wenn er M. damit einen Gefallen tun kann und dieser so die Möglichkeit hat, sich schon mal um eine andere Stelle zu bemühen, dann ist das nützlich und kollegial.

c) Herr B. sollte seinem Kollegen sagen, dass er ihm vorab keine Informationen geben kann, sein Prinzip ist Ehrlichkeit, und er könne nicht den Personalleiter hintergehen und belügen.

d) B. sollte seinem Kollegen sagen, dass er ihm vorab keine Informationen geben kann, da er eine Verschwiegenheitspflicht hat und das Vertrauensverhältnis zu seinem Vorgesetzten nicht aufs Spiel setzen möchte.

e) Man muss doch verstehen, dass Herr M. keine Lust hat, sich mit seinem Freund anzulegen. Erfahren wird er es eh früher oder später.

Votum von inweo aus toleranzethischer Sicht

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